Wald der Rekorde - Thüringer Wald

Thüringer Wald - Wald der Rekorde

Der Thüringer Wald ist rekordverdächtig ... Besonderheiten entdecken und Superlative kennenlernen!

Superlative entdecken

Der Thüringer Wald und das Thüringer Schiefergebirge überzeugen nicht nur mit spannenden Ausflugszielen, sondern auch mit erstaunlichen Tatsachen: So ist das UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald das „älteste Waldbiosphärenreservat Deutschlands“. Im Naturpark Schiefergebirge/ Obere Saale bildet das Thüringer Meer das „größte zusammenhängende Stauseegebiet Europas“. Der „artenreichste Alpingarten Deutschlands“ liegt in Oberhof direkt am Rennsteig und dieser ist darüber hinaus als „ältester und bekanntester Fernwanderweg Deutschlands“ in aller Munde. Die Feengrotten in Saalfeld stehen als „farbenreichste Schaugrotte der Welt“ sogar im Guinnessbuch der Rekorde. 

Verborgene Wissensschätze aus dem Thüringer Wald

Doch es müssen nicht immer die ganz großen Superlative sein. Seltene Pflanzen und Tiere, kostbare Mineralien, einmalige Ursaurier oder bedrohte Tierarten sind ebenso erwähnens- wie wissenswert. Auf der Suche nach spannenden Fakten, kuriosen Funden, überraschenden Zahlen und verblüffenden Tatsachen rund um die Naturschätze des Thüringer Waldes haben wir uns auf die Suche nach den interessantesten Rekorden im Wald gemacht.

Das Gold der Schwarza

Foto: Thüringer Wald

Das wildromantische Schwarzatal in der TourismusRegion Rennsteig-Schwarzatal e.V. ist nicht nur eines der schönsten Flusstäler des Thüringer Waldes und des Thüringer Schiefergebirges. Die Schwarza selbst ist einer der goldreichsten Flüsse Deutschlands. Von der Quelle der Schwarza unmittelbar am Rennsteig (Nähe Scheibe-Alsbach) bis zur Mündung in die Saale bei Rudolstadt windet sich der Fluss auf ca. 53 Kilometern durch eine abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft, die ihr unter anderem auf dem 𝗦𝗰𝗵𝘄𝗮𝗿𝘇𝗮𝘁𝗮𝗹-𝗣𝗮𝗻𝗼𝗿𝗮𝗺𝗮𝘄𝗲𝗴 wandernd erkunden könnt.

Alle Infos zum Wandern gibt's bei uns im Tourenportal Thüringer Wald unter: www.tourenportal-thueringer-wald.de/de/r/18295172 

📸 Dominik Ketz

Das älteste Waldbiosphärenreservat Deutschlands

Foto: Thüringer Wald

Ausgedehnte Wälder, klare Bergbäche, blütenreiche Bergwiesen und geheimnisvolle Hochmoore: Im UNESCO-Biosphärenreservat gibt es nicht nur viel zu entdecken, es ist auch eine Naturregion der Superlative. Denn wusstet ihr, dass es das 𝗮̈𝗹𝘁𝗲𝘀𝘁𝗲 𝗪𝗮𝗹𝗱𝗯𝗶𝗼𝘀𝗽𝗵𝗮̈𝗿𝗲𝗻𝗿𝗲𝘀𝗲𝗿𝘃𝗮𝘁 𝗗𝗲𝘂𝘁𝘀𝗰𝗵𝗹𝗮𝗻𝗱𝘀 ist? Bereits 1979 wurde das Vessertal (heute der älteste Teil) von der UNESCO anerkannt. Das Biosphärenreservat zeichnet sich durch einen hohen Waldanteil von rund 84 % aus. Die 𝗱𝗿𝗲𝗶 𝗵𝗼̈𝗰𝗵𝘀𝘁𝗲𝗻 𝗕𝗲𝗿𝗴𝗲 des Thüringer Waldes liegen im Gebiet. Nach drei Flächenerweiterungen (zuletzt 2016) hat das Biosphärenreservat einen Umfang von 146,17 km. Für eine Umrundung zu Fuß würde man gute 36 Stunden brauchen. Wer doch den direkteren Weg bevorzugt, der kann z.B. auf 30 km dem 𝗥𝗲𝗻𝗻𝘀𝘁𝗲𝗶𝗴 durch die einzigartige Natur folgen und hier u.a. mit etwas Glück fliegende Sackträger oder Wurzelbohrer entdecken, nur zwei der 𝘂̈𝗯𝗲𝗿 𝟮.𝟲𝟬𝟬 𝗧𝗶𝗲𝗿𝗮𝗿𝘁𝗲𝗻, von denen ca. 245 auf der Liste der bedrohten Arten stehen. Wie wunderschön wild es aussieht, wenn Natur sich selbst überlassen wird, erkennt ihr bei einem Blick in die Kernzonen des Biosphärenreservates, den ihr z.B. bei einer Wanderung durch das Vessertal erhaschen.

www.tourenportal-thueringer-wald.de/s/9sYbG 

📸 Dominik Ketz

Seltene Mosse und Flechten am Großen Hermannstein

Foto: Thüringer Wald

Der „Große Hermannstein“ nahe der malerischen Goethe-Stadt Ilmenauhat nicht nur als steinerne Erhebung inmitten der ausgedehnten Wälde des Naturpark Thüringer Wald wahrhaft „herausragende“ Bedeutung. Hier wurden 66 Laubmoos-, 15 Lebermoos- und 38 Flechtenarten nachgewiesen. Davon gehören 10 Flechten- und 11 Moosarten zur „Roten Liste der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten, Pflanzengesellschaften und Biotope Thüringens“. Auch 𝗚𝗼𝗲𝘁𝗵𝗲 hat die Besonderheit dieses Ortes geschätzt, dessen berühmte künstlich geschaffene Felsenhöhle wohl so manches Geheimnis kennt und für immer bewahrt. So führte Goethe auch Charlotte von Stein hierher, als sie ihn im Sommer 1776 in Ilmenau besuchte. Den naturschönen Geheimnissen des Ortes spürt man am besten auf dem 𝗚𝗼𝗲𝘁𝗵𝗲𝘄𝗮𝗻𝗱𝗲𝗿𝘄𝗲𝗴 nach, der in diesem Jahr sogar für die Auszeichnung "Deutschlands schönster Wanderweg 2021" nominiert wurde.

Mehr zum Wanderweg unter: www.tourenportal-thueringer-wald.de/r/18294127

📸 Dominik Ketz

Steinerne Rose im Naturpark Schiefergebirge - Obere Saale

Foto: Thüringer Wald

Einmalig in Europa in dieser Größe ist das 𝗡𝗮𝘁𝘂𝗿𝗱𝗲𝗻𝗸𝗺𝗮𝗹 „𝗦𝘁𝗲𝗶𝗻𝗲𝗿𝗻𝗲 𝗥𝗼𝘀𝗲“ bei Saalburg-Ebersdorf im Tourismusverbund Rennsteig-Saaleland. In der Naturparkregion Thüringer Meer vor circa 350 Millionen Jahren aus einem unterirdischen Lavastrom entstanden, erinnert das Gestein heute an eine aufblühende Rosenknospe. Die "Steinerne Rose" ist so ungewöhnlich, dass sie 2013 im Wettbewerb um die schönsten geologischen Naturwunder Deutschlands den 2. Platz belegte. Am besten erkundet ihr das „blühende“ Wunderwerk der Natur auf einer Radtour entlang des Saaleradweges.

www.tourenportal-thueringer-wald.de/de/r/23013647/ 

Die farbenreichste Schaugrotte der Welt

Foto: Thüringer Wald

 Farbenprächtige Schätze gibt es in den Saalfelder Feengrotten vor allem UNTER Tage. Sie gelten nicht ohne Grund als „𝗧𝗵𝘂̈𝗿𝗶𝗻𝗴𝗲𝗻𝘀 𝗪𝘂𝗻𝗱𝗲𝗿 𝘁𝗶𝗲𝗳 𝗶𝗺 𝗕𝗲𝗿𝗴“. In einem ehemaligen Bergwerk angesiedelt, gelten die Feengrotten als die „farbenreichste Schaugrotte der Welt“ und haben es damit sogar in die Guinness World Records geschafft. Die faszinierende Untertagewelt wurde der Sage nach von einer Fee erschaffen. In Wirklichkeit fanden die Bergleute auf der Suche nach Gold, Silber und anderen begehrten Metallen schließlich vor vielen Jahrhunderten ein gefragtes Gestein - den schwarzen Alaunschiefer. Im Laufe der Zeit verwandelte die Natur die unterirdischen Hohlräume in eine farbenprächtige Tropfsteinwelt. 

www.feengrotten.de

📷 Florian Trykowski

Größter und artenreichster Alpingarten Deutschlands

Foto: Thüringer Wald

Willkommen im größten und artenreichsten Alpingarten Deutschlands. Der Rennsteiggarten Oberhof fasziniert nicht nur Pflanzenliebhaber mit circa 4.000 Arten aus den Hochgebirgen der Welt. Ganz ohne anstrengende Klettertouren entführt uns der Park seit nunmehr über 50 Jahren auf eine farbenreiche Blütenreise auf 7 Hektar Fläche durch die Jahreszeiten. Hier in der Kammlage des Thüringer Waldes (die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 4,2 °C; es fallen im Jahr bis 1400 l/m² Niederschlag; während etwa 150 Tagen bedeckt Schnee die Pflanzenflächen) bilden die Gebirgspflanzen ihren typischen Wuchs und Blütenflor aus. Viele Vertreter bekannter Gebirgspflanzengattungen, wie Enziane, Primeln, Glockenblumen, Nelken, Edelweiß und Alpenrosen entfalten im Rennsteiggarten ihre attraktiven Blüten. Ein aufmerksamer Besucher entdeckt auch weniger bekannte Schönheiten wie Blauen Himalayamohn, Andenpolster und Bitterwurz.

www.rennsteiggartenoberhof.de 

📷 Dominik Ketz

Das am besten erforschte Schmetterlingsgebiet Europas

Foto: Thüringer Wald

Die TourismusRegion Rennsteig-Schwarzatal e.V. ist nicht nur wunderschön, wildromantisch und ein wahrer Geheimtipp für Naturliebhaber. Das Schwarzatal ist auch das 𝗮𝗺 𝗯𝗲𝘀𝘁𝗲𝗻 𝗲𝗿𝗳𝗼𝗿𝘀𝗰𝗵𝘁𝗲 𝗦𝗰𝗵𝗺𝗲𝘁𝘁𝗲𝗿𝗹𝗶𝗻𝗴𝘀𝗴𝗲𝗯𝗶𝗲𝘁 Europas. Seit nunmehr 70 Jahren analysieren Chemnitzer Entomologen das Tal und haben mittlerweile einige hundert Arten hier entdeckt.

Wer mehr wissen möchte, kann in der Entomogruppe Chemnitz mal vorbeischauen.

Das Grüne Band in Thüringen - Nationales Naturmonument

Foto: Thüringer Wald

Wo einst Grenzmauern Menschen trennten, erstreckt sich heute auf insgesamt 1.393 Kilometern das „𝗚𝗿𝘂̈𝗻𝗲 𝗕𝗮𝗻𝗱“. Als größter Biotopverbund Deutschlands vereint es den Osten und Westen zu einem lebendigen Denkmal der Geschichte – mit mehr als 1.200 seltenen und oft auch gefährdeten Pflanzen- und Tierarten. Auf insgesamt 763 Kilometern zieht sich das „Grüne Band“ durch Thüringen und den Thüringer Wald, wo dieses besondere Refugium Ende 2019 als 𝗡𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝗮𝗹𝗲𝘀 𝗡𝗮𝘁𝘂𝗿𝗺𝗼𝗻𝘂𝗺𝗲𝗻𝘁 ausgewiesen wurde.Hier können Besucher die deutsch-deutsche Geschichte nachvollziehen, die Natur beobachten und vielfältige Wanderungen unternehmen. Alle Infos gibt's hier: www.gruenes-band.thueringer-wald.com 

📸 Sven Lemnitzer, Andreas Hub, Susen Reuter

Naturschutz & FFH-Gebiet - Staatsbruch Lehesten

Foto: Thüringer Wald

„Glückauf“ heißt es am Technisches Denkmal Lehesten sowie im angrenzenden Naherholungs-, Wander- und Naturschutzgebiet Staatsbruch im Geopark Schieferland. Die fast 750jährige Tradition des 𝗧𝗵𝘂̈𝗿𝗶𝗻𝗴𝗶𝘀𝗰𝗵-𝗙𝗿𝗮̈𝗻𝗸𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗦𝗰𝗵𝗶𝗲𝗳𝗲𝗿𝗯𝗲𝗿𝗴𝗯𝗮𝘂𝘀 hat Spuren in der Landschaft hinterlassen. Vor allem der Staatsbruch in Lehesten hat im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Veränderungen durchlebt. Heute liegt die Einrichtung eingebettet in ein faszinierendes Naturschutzgebiet. Hier siedelten sich aufgrund der besonderen Zusammensetzung des Tonschiefers und unterschiedlicher Mikroklimazonen seltene und unter Naturschutz stehende Arten an. Jede sechste der hier lebenden 1.100 Tier- und Pflanzenarten steht auf der Roten Liste der gefährdeten Tiere und Pflanzen. Mit Moosen und Flechten ähnelt die Pflanzenwelt jener der Alpen und des Hochharzes. Besonders wertvoll ist das Gelände für Fledermäuse . Sogar die vom Aussterben bedrohte Große Bartfledermaus, die Mopsfledermaus und das Große Mausohr konnten nachgewiesen werden.

Alle Infos unter:
www.schiefer-denkmal-lehesten.de 

📸 Paul Hentschel Photography

Weltweit einziger, begehbarer Magnetit-Stollen

Foto: Thüringer Wald

Vor unglaublichen 520 - 500 Millionen Jahren durch sogenannte "Black Smoker" am Grunde der Tiefsee entstanden, könnt ihr euch diese erdgeschichtliche Besonderheit als eine 𝗿𝗶𝗲𝘀𝗶𝗴𝗲 𝗘𝗶𝘀𝗲𝗻𝗲𝗿𝘇𝗸𝘂𝗴𝗲𝗹 vorstellen. Hiervon gibt es weltweit nur drei in ähnlichem Format. Die "𝑆𝑐ℎ𝑤𝑎𝑟𝑧𝑒 𝐶𝑟𝑢𝑥" im Herzen des 𝗨𝗡𝗘𝗦𝗖𝗢-𝗕𝗶𝗼𝘀𝗽𝗵𝗮̈𝗿𝗲𝗻𝗿𝗲𝘀𝗲𝗿𝘃𝗮𝘁𝘀 𝗧𝗵𝘂̈𝗿𝗶𝗻𝗴𝗲𝗿 𝗪𝗮𝗹𝗱 zwischen Schmiedefeld am Rennsteig und Vesser ist jedoch das weltweit 𝗲𝗶𝗻𝘇𝗶𝗴 𝗯𝗲𝗴𝗲𝗵𝗯𝗮𝗿𝗲 𝗘𝘅𝗲𝗺𝗽𝗹𝗮𝗿. Die Erzgewinnung begann vermutlich um das Jahr 900 herum und war absolute Schwerstarbeit. Im heute einzigartig erschlossenen Besucherbergwerk Schwarze Crux herrschen konstant 9 °C und die Luft ist von besonderer Reinheit, weshalb der Stollen seit Anfang 2020 als Heilstollen anerkannt wurde.

www.schwarzer-crux.com 

Thüringer Geopark / Inselsberg - Drei Gleichen

Foto: Thüringer Wald

Es ist geschafft! Die UNESCO hat den Nationalen Geopark Inselsberg - Drei Gleichen am 21. April 2021 als 𝟳. 𝗱𝗲𝘂𝘁𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗚𝗲𝗼𝗽𝗮𝗿𝗸 in das Netzwerk der UNESCO Global Geoparks aufgenommen. Diese Auszeichnung ist eine große Aufwertung unserer Region über die Grenzen des Freistaat Thüringen hinaus. Im Rahmen der #WaldDerRekorde-Beiträge in jeder Woche stellen wir euch natürlich einige der vielen herausragenden Fakten rund um den Geopark vor. Wer schon jetzt mehr über die kleinen und großen Phänomene erfahren möchte, nutzt am besten eine der erlebnisreichen Georouten

www.tourenportal-thueringer-wald.de/de/search/?q=Georoute 

📸 Dominik Ketz

Größtes Teichgebiet Thüringens

Foto: Thüringer Wald

 Das „𝗟𝗮𝗻𝗱 𝗱𝗲𝗿 𝗧𝗮𝘂𝘀𝗲𝗻𝗱 𝗧𝗲𝗶𝗰𝗵𝗲“ ist im wahrsten Sinne ein Geschenk des Himmels. Und das in vielerlei Hinsicht! Das heutige Reich der Libellen und Wasservögel im Naturpark Thüringer Schiefergebirge / Obere Saale erzählt die Geschichten der Benediktinermönche, die hier im 11. und 12. Jh. eintausend Teiche zur Fischzucht anlegten. Noch heute sind es mehrere hundert Teiche , die rund um Dreba und Plothen 𝗱𝗮𝘀 𝗴𝗿𝗼̈𝘀𝘀𝘁𝗲 𝘇𝘂𝘀𝗮𝗺𝗺𝗲𝗻𝗵𝗮̈𝗻𝗴𝗲𝗻𝗱𝗲 𝗧𝗲𝗶𝗰𝗵𝗴𝗲𝗯𝗶𝗲𝘁 𝗧𝗵𝘂̈𝗿𝗶𝗻𝗴𝗲𝗻𝘀 und somit einen einzigartigen Naturraum bilden. Die sogenannten „Himmelsteiche“ werden ausschließlich durch Regenwasser gespeist. Auf einer Länge von etwa acht Kilometern lädt der „𝟭𝟬𝟬𝟬-𝗧𝗲𝗶𝗰𝗵𝗲-𝗥𝘂𝗻𝗱𝘄𝗲𝗴“ die ganze Familie zum Staunen und Entdecken ein.

www.land-der-tausend-teiche.de 

📷 Paul Hentschel Photography, Susen Reuter

Bergwiesenblüte

Foto: Thüringer Wald

Sie zählen zu den ganz besonderen Schätzen des Thüringer Waldes : Unsere Bergwiesen. Sie bedecken die Täler und Wiesenplateaus im UNESCO-Biosphärenreservat, im Naturpark Thüringer Wald und im Naturpark Thüringer Schiefergebirge / Obere Saale. Durch jahrhundertelange Mahd und Beweidung sind die schützenswerten Wiesenflächen entstanden, die gerade in diesen Wochen eine wahre Augenweide sind. Je nach Standort haben sich unterschiedliche Pflanzengesellschaften mit ihren ganz speziellen Ansprüchen an Nährstoffe, Wasser und Sonne herausgebildet. Hier leben wiederum seltene Tierarten, wie die Kreuzotter, der Warzenbeißer und die Bekassine. Rund um Neustadt am Rennsteig, Friedrichshöhe oder Vesser und Schmiedefeld am Rennsteig geht die Bergwiesenblüte gerade los.

Wandertipp zur Bergwiesenblüte:Die Rennsteig-Leiter in Mengersgereuth-Hämmern
www.tourenportal-thueringer-wald.de/s/CJbwv 

Weitere Infos:
www.biosphaerenreservat-thueringerwald.de
www.naturpark-thueringer-wald.de
www.thueringer-schiefergebirge-obere-saale.de 

📸 Dominik Ketz, Ralf Kirchner, Tina Heinz, Susen Reuter

Marienglashöhle Friedrichroda

Foto: Thüringer Wald

Eine der größten und 𝘀𝗰𝗵𝗼̈𝗻𝘀𝘁𝗲𝗻 𝗞𝗿𝗶𝘀𝘁𝗮𝗹𝗹𝗴𝗿𝗼𝘁𝘁𝗲𝗻 𝗘𝘂𝗿𝗼𝗽𝗮𝘀 findet sich in der Marienglashöhle Friedrichroda im 𝗨𝗡𝗘𝗦𝗖𝗢 𝗚𝗹𝗼𝗯𝗮𝗹 Geopark Inselsberg - Drei Gleichen. Die Höhle ist heute ein 𝗴𝗲𝗼𝗹𝗼𝗴𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝘀 𝗡𝗮𝘁𝘂𝗿𝗱𝗲𝗻𝗸𝗺𝗮𝗹. Bis 1903 wurde hier Gips abgebaut. Die Gipskristalle (Selenit), die auch als Marienglas bekannt sind, gaben der Grotte ihren heutigen Namen. Entdeckt wurde der 𝗲𝗶𝗻𝘇𝗶𝗴𝗮𝗿𝘁𝗶𝗴𝗲 𝗦𝗰𝗵𝗮𝘁𝘇 bei den Arbeiten unter Tage um 1784. Das besondere Material ist durchsichtig und reflektiert einfallendes Licht durch einen perlmuttartigen Glanz auf den Spaltflächen. Es wurde nach seiner Entdeckung bis etwa 1848 vorwiegend als Zierelement in sakralen Räumen eingesetzt. Durch seine Reinheit wurde das Kristall auch als Glasersatz unter anderem für Gemälde der Mutter Maria verwendet, woraus sich auch sein Name ableiten lässt.

Weitere Informationen unter:
www.marienglashoehle-friedrichroda.de 

📸 Kur- und Tourismusamt Friedrichroda

Schweizen im Thüringer Wald

Foto: Thüringer Wald

 „Schweizen“ gibt es in Deutschland scheinbar wie Sand am Meer. Aber gleich zwei auf kleinstem Raum das ist doch etwas ganz Besonderes. Im UNESCO Biosphärenreservat Thüringer Wald vor den Toren des Heilklimatischen Kurortes Masserberg liegen sie: Die 𝗚𝗶𝗲ß𝘂̈𝗯𝗹𝗲𝗿- 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝗶𝗲 𝗙𝗲𝗵𝗿𝗲𝗻𝗯𝗮𝗰𝗵𝗲𝗿 𝗦𝗰𝗵𝘄𝗲𝗶𝘇. Die unverkennbare Gemeinsamkeit: Bizarre Felsformationen aus dunklem Konglomerat-Gestein. Wie verzaubert warten die versteinerten Zeitzeugen in einer abwechslungsreichen Landschaft aus Bergmischwald mit sprudelnden Bergbächen, moosbedecktem Waldboden und blühenden Bergwiesen darauf, entdeckt zu werden. Das sogenannte „𝗡𝗮𝗱𝗲𝗹𝗼̈𝗵𝗿“ hat Wind und Wetter über die Jahrhunderte z.B. zu einem beeindruckenden 𝗙𝗲𝗹𝘀𝗲𝗻𝘁𝗼𝗿 geformt. Der „𝗟𝗮𝗻𝗴𝗲𝗿𝘁𝗳𝗲𝗹𝘀𝗲𝗻“ indes bietet eine exzellente Fernsicht in Richtung Neustadt am Rennsteig.

Am besten erkundet ihr die Schweizen auf folgenden Rundwanderwegen:
𝗡𝗮𝘁𝘂𝗿𝗹𝗲𝗵𝗿𝗽𝗳𝗮𝗱 𝗚𝗶𝗲𝘀𝘀𝘂̈𝗯𝗹𝗲𝗿 𝗦𝗰𝗵𝘄𝗲𝗶𝘇 ( www.tourenportal-thueringer-wald.de/s/SYFYa )
𝗥𝘂𝗻𝗱𝘄𝗮𝗻𝗱𝗲𝗿𝘄𝗲𝗴 𝗙𝗲𝗵𝗿𝗲𝗻𝗯𝗮𝗰𝗵𝗲𝗿 𝗦𝗰𝗵𝘄𝗲𝗶𝘇 ( www.tourenportal-thueringer-wald.de/s/SWFpg )

📸 Dominik Ketz, Thomas Dreger, Bastian Hinz

PS: Weitere Schweizen im Thüringer Wald: Suhler Schweiz nahe Tierpark Suhl Tierpark Suhl und Schlechtsarter Schweiz bei Hildburghausen.

... ein 𝗪𝗮𝗹𝗱 wie kein anderer ...

Foto: Thüringer Wald

 Unser Wald: Er ist Lebens- und Erholungsraum zugleich, hält aber auch Medizin für Körper und Seele bereit und ist ein Ort, mit dem wir uns 𝘀𝗲𝗶𝘁 𝗨𝗿𝘇𝗲𝗶𝘁𝗲𝗻 𝘁𝗶𝗲𝗳 𝘃𝗲𝗿𝗯𝘂𝗻𝗱𝗲𝗻 fühlen. Schon immer war der Wald der natürliche Schutzraum des Menschen. Die Forschung bestätigt, welchen positiven gesundheitlichen Einfluss er auf uns ausübt. Ein Hektar Laubwald setzt pro Jahr 15 Tonnen Sauerstoff frei, ein Nadelwald sogar 30 Tonnen. Doch nicht nur sauerstoffreiche Luft trägt zum „Aufatmen“ bei, vor allem die kleinen feinen Botenstoffe, die sogenannten Terpene, über die Bäume Informationen miteinander austauschen, helfen uns im wahrsten Sinne Gesundheit zu „tanken“. Doch das ist noch lange nicht alles, was unser Wald für euch bereithält. Gerade in diesen Tagen sorgt das angenehme Klima unter dem Blätterdach des Thüringer Waldes für 𝗮𝗻𝗴𝗲𝗻𝗲𝗵𝗺𝗲 𝗔𝗯𝗸𝘂̈𝗵𝗹𝘂𝗻𝗴.

Das könnt ihr auf eurem 𝗻𝗮̈𝗰𝗵𝘀𝘁𝗲𝗻 𝗪𝗮𝗹𝗱𝘀𝗽𝗮𝘇𝗶𝗲𝗿𝗴𝗮𝗻𝗴 oder beim „𝗪𝗮𝗹𝗱𝗯𝗮𝗱𝗲𝗻“ gleich mal testen. Wer sich fürs achtsame Waldbad entscheidet, der kann sich z.B. Silke Grieger von der Waldbaderei anschließen.

Für alle individuellen Ausflüge in die Natur lohnt sich ein Blick ins www.tourenportal-thueringer-wald.de 

Spannende Fakten zu Wald+Klima findet ihr unter: www.thueringenforst.de/waldwissen/waldklima 

📸 Dominik Ketz, Paul Hentschel Photography

Die Strudeltöpfe der Schwarza

Foto: Thüringer Wald

Die Schwarza ist ein wahres Juwel. Nicht nur 𝘀𝗲𝗹𝘁𝗲𝗻𝗲 𝗪𝗮𝘀𝘀𝗲𝗿𝘃𝗼̈𝗴𝗲𝗹, wie Wasseramsel und Eisvogel könnt ihr hier mit etwas Glück beobachten. Besonders eindrucksvoll ist die Natur hier als fantasievolle Bildhauerin schon seit Jahrtausenden am Werk. Sand, Steine und Geröll, getragen vom strudelnden Wasser der Schwarza haben eine 𝗯𝗲𝗲𝗶𝗻𝗱𝗿𝘂𝗰𝗸𝗲𝗻𝗱𝗲 𝗙𝗼𝗿𝗺𝗲𝗻𝘃𝗶𝗲𝗹𝗳𝗮𝗹𝘁 geschaffen. Die sogenannten Strudeltöpfe oder Kolke kommen sehr selten vor und stehen als hydrogeologische Naturdenkmale unter Schutz. Beinahe runde Kessel, glatt geschliffene Rundungen, ausgespülte Rinne, die teilweise von frisch grünem Moos überzogen sind oder organisch geformte Steintöpfe, in denen sich wieder Kies und Wasser sammeln und auf ihre Weiterreise warten. Wenn dann die Sonnenstrahlen das dichte Blätterdach durchdringen und die „gefüllten“ 𝗦𝘁𝗿𝘂𝗱𝗲𝗹𝘁𝗼̈𝗽𝗳𝗲 zum Glitzern bringen, wisst ihr genau, dass ihr zur rechten Zeit am rechten Ort seid.

Wen es jetzt nicht mehr zu Hause hält, dem sei der Rundwanderweg "Zu den Strudeltöpfen der Schwarza" ans Herz gelegt:
www.tourenportal-thueringer-wald.de/s/GFzOV 

📷 Dominik Ketz

Die Schneekopfkugeln

Foto: Thüringer Wald

𝗪𝘂𝗻𝗱𝗲𝗿𝘄𝗲𝗿𝗸𝗲 𝗱𝗲𝗿 𝗡𝗮𝘁𝘂𝗿 – vor über 250 Millionen Jahren entstanden – verbergen ihren inneren Glanz durch eine unscheinbare Porphyr-Hülle. Ihren Namen verdanken sie einem ihrer Fundorte, dem Schneekopf (978 m ü. NN.) im UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald. Hier liegen durch Verwitterung und Abtragung die älteren Schichten der Erdformation frei, in denen die begehrten Kostbarkeiten zu finden sind. Die Schneekopfkugeln sind mineralgefüllte Gesteinshohlräume, die u.a. Bergkristall, Amethyst oder Achat enthalten können. Durch Gasblasenbildung in vulkanischem Ergussgestein und anschließender Kristallisation konnten diese steinernen Schätze entstehen. Wer übrigens nicht so lange suchen möchte, um die begehrten „Thundereggs“ zu finden, dem sei die kulinarische Nachspeisenvariante in der Neue Gehlberger Hütte empfohlen.

📸 Dominik Ketz, Susen Reuter

Burgberg und Veste Heldburg

Foto: Thüringer Wald

Dass die Veste Heldburg mit dem Deutsches Burgenmuseum Veste Heldburg ein 𝗲𝗶𝗻𝗱𝗿𝘂𝗰𝗸𝘀𝘃𝗼𝗹𝗹𝗲𝘀 𝗔𝘂𝘀𝗳𝗹𝘂𝗴𝘀𝘇𝗶𝗲𝗹 ist, das ihr unbedingt gesehen haben müsst, steht außer Frage. Aber wusstet ihr eigentlich worauf die Burganlage eigentlich errichtet ist? 𝟭𝟭 𝗯𝗶𝘀 𝟭𝟯 𝗠𝗶𝗼. 𝗝𝗮𝗵𝗿𝗲 alt ist der 𝗩𝘂𝗹𝗸𝗮𝗻𝗱𝗼𝗺 , auf dem die „𝗙𝗿𝗮̈𝗻𝗸𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗟𝗲𝘂𝗰𝗵𝘁𝗲“ steht. Wenn euch das noch nicht genug Superlativ ist, setzt die Art des Gesteins hier klangvolle Akzente: Es handelt sich um 𝗣𝗵𝗼𝗻𝗼𝗹𝗶𝘁𝗵, zu Deutsch „𝗞𝗹𝗶𝗻𝗴𝘀𝘁𝗲𝗶𝗻“. Dieser entsteht, wenn basaltische Magma nicht aus der Tiefe an die Oberfläche dringt, sondern langsam abkühlt und dabei teilweise kristallisiert. Seinen Namen hat das extrem harte Gestein aufgrund des hellen Klangs beim Anschlagen der Steinplatten. Davon könnt ihr euch bei einem Besuch auf der Veste selbst überzeugen und überdies einen der 𝟭𝟬 𝘁𝗶𝗲𝗳𝘀𝘁𝗲𝗻 𝘄𝗮𝘀𝘀𝗲𝗿𝗳𝘂̈𝗵𝗿𝗲𝗻𝗱𝗲𝗻 𝗕𝗿𝘂𝗻𝗻𝗲𝗻 𝗘𝘂𝗿𝗼𝗽𝗮𝘀 besichtigen. Vor allem solltet ihr euch aber die Ausstellung nicht entgehen lassen, die faszinierende Einblicke in die Welt der Burgen gibt.

Jetzt Besuch planen: www.deutschesburgenmuseum.de 

📷 Dominik Ketz, Björn Chilian, Deutsches Burgenmuseum

Hochmoore des Thüringer Waldes

Foto: Thüringer Wald

In den feuchten und kühlen Höhenlagen des Thüringer Waldes verbergen sich geheimnisvolle Moore, die bis zu 𝟰.𝟱𝟬𝟬 𝗝𝗮𝗵𝗿𝗲 alt sind. Die Moore in den Hochlagen werden von Niederschlägen und flach ziehendem Grundwasser gespeist. Heute als seltener Lebensraum geschützt, galten die Moore früher als wertvolle Torflieferanten. Um den begehrten Brennstoff abzubauen, wurde das Wasser über Gräben abgeleitet. Doch 𝗼𝗵𝗻𝗲 𝗪𝗮𝘀𝘀𝗲𝗿 𝗸𝗲𝗶𝗻 𝗠𝗼𝗼𝗿. Seit ca. 100 Jahren werden die schützenswerten Lebensräume wieder renaturiert und bieten Pflanzen wie Moos-, Rausch- und Krähenbeeren sowie dem 𝗥𝘂𝗻𝗱𝗯𝗹𝗮̈𝘁𝘁𝗿𝗶𝗴𝗲𝗻 𝗦𝗼𝗻𝗻𝗲𝗻𝘁𝗮𝘂 wieder entsprechende Grundlagen. Da das Wasser der Moore sehr nährstoffarm ist, wachsen Moore sehr langsam – etwa 1mm im Jahr.

Die Hochmoore des Thüringer Waldes unterliegen dem besonderen Schutz und sind in der Regel nicht frei zugänglich. In Oberhof lädt das 𝗦𝗰𝗵𝘂̈𝘁𝘇𝗲𝗻𝗯𝗲𝗿𝗴𝗺𝗼𝗼𝗿 mit dem Hochmoor-Lehrpfad ein, diesen besonderen Lebensraum über einen Holzsteg zu erkunden. Aktuell versieht das 𝗦𝗰𝗵𝗲𝗶𝗱𝗶𝗴𝗲 𝗪𝗼𝗹𝗹𝗴𝗿𝗮𝘀 das Hochmoor mit seidig weißen Blütentupfen.

www.tourenportal-thueringer-wald.de/s/JgPvO 

📷 Paul Hentschel Photography

Weltweit einmalige Ursaurier-Fundstätte

Foto: Thüringer Wald

Die 𝗨𝗿𝘀𝗮𝘂𝗿𝗶𝗲𝗿-𝗙𝘂𝗻𝗱𝘀𝘁𝗮̈𝘁𝘁𝗲 am „Bromacker“ im UNESCO-Global-Geopark Inselsberg - Drei Gleichen ist 𝘄𝗲𝗹𝘁𝘄𝗲𝗶𝘁 𝗲𝗶𝗻𝘇𝗶𝗴𝗮𝗿𝘁𝗶𝗴. Die am Bromacker gefundenen Saurierskelette sind Zeitzeugen des urgeschichtlichen Geschehens in und um Georgenthal vor ca. 290 Millionen Jahren . Als Ursaurier werden die ältesten, vierbeinigen Landwirbeltiere der Erdgeschichte bezeichnet, aus denen in den folgenden Zeitepochen u.a. die populären Dinosaurier und die Säugetiere hervorgegangen sind. Von 1974 bis heute wurden bei Grabungen rund 50 Skelette gefunden. Den Spuren der Ursaurier könnt ihr z.B. auf dem 𝗦𝗮𝘂𝗿𝗶𝗲𝗿-𝗘𝗿𝗹𝗲𝗯𝗻𝗶𝘀𝗽𝗳𝗮𝗱 folgen und 17 Saurier in Lebensgröße bestaunen.

Darüber hinaus könnt ihr in diesem Jahr den Forschenden bei ihren Ausgrabungsarbeiten am Bromacker sogar 𝗹𝗶𝘃𝗲 𝘂̈𝗯𝗲𝗿 𝗱𝗶𝗲 𝗦𝗰𝗵𝘂𝗹𝘁𝗲𝗿 𝘀𝗰𝗵𝗮𝘂𝗲𝗻. Ab 𝟮𝟲. 𝗝𝘂𝗹𝗶 𝟮𝟬𝟮𝟭 𝘂𝗻𝗱 𝗶𝗺 𝗔𝘂𝗴𝘂𝘀𝘁 werden öffentliche Führungen angeboten. Lasst euch diese einmalige Chance auf euer 𝗕𝗥𝗢𝗠𝗔𝗖𝗞𝗘𝗥-𝗙𝗼𝗿𝘀𝗰𝗵𝘂𝗻𝗴𝘀𝗲𝗿𝗹𝗲𝗯𝗻𝗶𝘀 nicht entgehen! Termine findet ihr hier: Sommergrabung 2021 ( www.geopark-thueringen.de )

Alle Infos zum Saurier-Erlebnispfad im Tourenportal Thüringer Wald:
www.tourenportal-thueringer-wald.de/s/AMYa4
www.georgenthal.de/tourismus/sauriererlebnispfad 

📸 Stephan Brauner, Kerstin Fohlert

Die Werraquelle(n)

Foto: Thüringer Wald

Ohne Zweifel: jeder Fluss hat eine Quelle. Die Werra im Naturpark Thüringer Wald hat jedoch gleich zwei, eine vordere an der Werraquell-Hütte bei Fehrenbach und eine hintere unweit von Siegmundsburg. Aber nicht nur das macht die Werra so spannend. Ihr Einzugsgebiet umfasst 5.497 Quadratkilometer. Auch mündet sie nicht schlicht in einen Fluss oder ein Meer, sondern sie bildet zusammen mit der Fulda ein ganz neues Gewässer, die Weser. So sehen die Wassertropfen aus dem Thüringer Wald auf ihrer fast 1.000 Kilometer langen Reise in die Nordsee sicher so manches schöne Fleckchen Natur. Wer die Tropfen ein Stück ihres Weges begleiten möchte, nutzt den ca. 316 Kilometer langen 𝗪𝗲𝗿𝗿𝗮𝘁𝗮𝗹-𝗥𝗮𝗱𝘄𝗲𝗴.

Alle Streckeninfos im Tourenportal:
www.tourenportal-thueringer-wald.de/s/Sv9RO 

📷 Paul Hentschel Photography, Christian Heilwagen

700jährige Dorflinde in Thal

Foto: Thüringer Wald

„𝗔𝗹𝘁 𝘄𝗶𝗲 𝗲𝗶𝗻 𝗕𝗮𝘂𝗺 𝗺𝗼̈𝗰𝗵𝘁𝗲 𝗶𝗰𝗵 𝘄𝗲𝗿𝗱𝗲𝗻…“ – was im Fall der Dorflinde im Ruhlaer Ortsteil Thal phänomenale 700 Jahre sind. Denn so lange ist sie schon hier verwurzelt und hat im Laufe der Zeit sicher so manches erlebt. Sie mag Gerichts- oder Tanzlinde gewesen sein. Sogar einen Blitzeinschlag 1993 hat sie überstanden, wenn sie dabei auch ihre 20 Meter umfassende Krone einbüßen musste. Heute hat die Linde einen stattlichen Umfang von 7,5 Metern und ist nach wie vor ein wunderbarer Ort im Naturpark Thüringer Wald zum Ruhen, Rasten und in die Vergangenheit reisen.

Hier steht die Linde

📷 André Nestler

Der schönste Ruppberg der Welt

Foto: Thüringer Wald

Unbestritten, dieser Berg im Naturpark Thüringer Wald ist wirklich etwas Besonderes. Auf 866 Metern ü.NN habt ihr einen grandiosen 𝟯𝟲𝟬 𝗚𝗿𝗮𝗱-𝗥𝘂𝗻𝗱𝘂𝗺𝗯𝗹𝗶𝗰𝗸. Darüber hinaus gilt der Ruppberg in der Region als einziger freistehender Bergkegel mit vulkanförmigem Gipfel. Der schroffe, rötliche Porphyrfels, der hier überall zu Tage tritt, zeugt von dem intensiven Vulkanismus im Gebiet vor etwa 300 Millionen Jahren. Vor etwa 140 Millionen Jahren hat sich der Thüringer Wald durch die Kollision der Kontinentalplatten als Folgeentwicklung der Aufschiebung der Alpen emporgehoben und durch Erosion, Wind, Wetter und Wasser konnten sich Berge wie der Ruppberg oder der Inselsberg aus den weicheren umliegenden Schichten herausmodellieren.

Klar, dass ihr den Ruppberg unbedingt einmal erwandern solltet. An den Wochenenden erwartet euch zum tollen Ausblick eine zünftige Brotzeit auf der Hütte vom Ruppbergverein Zella-Mehlis e.V.

Hier gehts zum Rundwanderweg: www.tourenportal-thueringer-wald.de/s/9TMbK 

Weitere Infos unter: www.ruppberg.de 

📷 Robert Fehringer | keinECKMEDIA

Die Meurasteine

Foto: Thüringer Wald

Wie von Menschenhand geschaffen taucht plötzlich eine dreifach gestaffelte Mauerformation in der malerischen Landschaft um Meura auf. Doch nicht der Mensch, sondern natürliche Urkräfte waren hier am Werk. Die 𝗠𝗲𝘂𝗿𝗮𝘀𝘁𝗲𝗶𝗻𝗲 an der 𝗧𝗮𝗹𝘀𝗽𝗲𝗿𝗿𝗲 𝗟𝗲𝗶𝗯𝗶𝘀/𝗟𝗶𝗰𝗵𝘁𝗲 sind Überbleibsel eines uralten Meeres, das vor etwa 450 Millionen Jahren unsere Heimat bedeckte, dem Silurmeer. Die Schlammablagerungen dieses Meeres waren bis zu 4000 Meter mächtig. Im daraus entstandenen Sedimentgestein sind nur wenige erkennbare Spuren damaliger Lebewesen enthalten. Im Gebiet um Meura findet man jedoch häufig die Bohr- und Wohngänge eines Röhrenwurmes. Heute steht die sehenswerte Felsformation als 𝗴𝗲𝗼𝗹𝗼𝗴𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝘀 𝗙𝗹𝗮̈𝗰𝗵𝗲𝗻𝗻𝗮𝘁𝘂𝗿𝗱𝗲𝗻𝗸𝗺𝗮𝗹 unter besonderem Schutz.

Hier sind die Meurasteine

📷 Franziska Jacob

Blühende Gewässer

Foto: Thüringer Wald

Seerosen kann jeder – auf der Saale blüht jedes Jahr der flutende Hahnenfuß in ganzer Pracht. Und im Gegensatz zum muffigen Badeteich im Spätsommer zeugt das Naturschauspiel vom frischen, kühlen und sauerstoffreichen Gewässer der Saale. Den weißen Blütenteppich auf der Saale könnt ihr euch zum Beispiel auf dem Rundwanderweg der Walderlebnisinsel Ziegenrück genauer anschauen. Dabei habt Ihr auch noch die Möglichkeit, die umgebende Natur aktiv an 12 Stationen mit allen Sinnen zu erleben. Findet Tierspuren, entdeckt, was es mit der Holzrutsche auf sich hat und sagt den Ziegen und Schafen hallo!

Hier kann man den Fluss am besten Im August blühen sehen

📷 MERIAN, Georg Knoll / TTG

Längstes, verbundenes Stauseengebiet Europas

Foto: Thüringer Wald

𝗪𝗼 𝗱𝗲𝗿 𝗧𝗵𝘂̈𝗿𝗶𝗻𝗴𝗲𝗿 𝗪𝗮𝗹𝗱 𝗯𝗹𝗮𝘂 𝗶𝘀𝘁 - Willkommen im 𝗴𝗿𝗼̈ß𝘁𝗲𝗻 𝘇𝘂𝘀𝗮𝗺𝗺𝗲𝗻𝗵𝗮̈𝗻𝗴𝗲𝗻𝗱𝗲𝗻 𝗦𝘁𝗮𝘂𝘀𝗲𝗲𝗴𝗲𝗯𝗶𝗲𝘁 𝗘𝘂𝗿𝗼𝗽𝗮𝘀. Die Saale bildet mit der fast 80 Kilometer langen und fünf Mal gestauten „Saalekaskade“ das sogenannte Thüringer Meer. Der Bleiloch Stausee vereinigt sich mit dem flussabwärts folgenden Hohenwarte Stausee zu einer fast fjordähnlichen Landschaft im Gebiet des Naturpark Thüringer Schiefergebirge / Obere Saale. In einer facettenreichen Kombination aus Wasser und waldreichem Mittelgebirge bietet sich ein einzigartiges Naturerlebnis.

Am besten startet ihr eure Entdeckungsreise auf dem Hohenwarte Stausee Weg am Thüringer Meer entlang der Steilhänge der Oberen Saale und genießt die malerischen Aussichten auf die Landschaft. Ein toller Service ist dabei das 𝗪𝗮𝗻𝗱𝗲𝗿𝗯𝘂𝘀 & 𝗚𝗲𝗻𝘂𝘀𝘀-𝗔𝗻𝗴𝗲𝗯𝗼𝘁 der KomBus GmbH und Bäckerei und Konditorei Räthe. Hier kommt ihr nicht nur entspannt zum Etappenstart. Eure regionale Wegzehrung bucht ihr bequem per Telefon oder online dazu – das Genusspaket kommt dann direkt zu Dir 𝗶𝗻 𝗱𝗲𝗻 𝗪𝗮𝗻𝗱𝗲𝗿𝗯𝘂𝘀!

Alle Infos unter:
www.rennsteigsaaleland.de
www.thueringer-schiefergebirge-obere-saale.de
www.kombus-online.eu/wanderbusundgenuss 

Europas größte, begehbare Kluft- und Spaltenhöhle

Foto: Thüringer Wald

Meiningen ist nicht nur berühmt für sein Theater, auch naturlandschaftlich finden sich hier echte Besonderheiten. Die Goetz-Höhle am Dietrichsberg ist Europs größte begehbare 𝗞𝗹𝘂𝗳𝘁- 𝘂𝗻𝗱 𝗦𝗽𝗮𝗹𝘁𝗲𝗻𝗵𝗼̈𝗵𝗹𝗲. Bis zu 50 m hoch sind die Bruchspalten, die durch den Hangrutsch hin zum Werratal entstanden sind. Doch ihr seid hier unten nicht alleine ... 𝗙𝗹𝗲𝗱𝗲𝗿𝗺𝗮̈𝘂𝘀𝗲 nutzen die Höhle gerne zum überwintern.Wer Lust hat, kann zu einer der Spezialführungen vorbei kommen. Schaurig schöne Gruselgeschichten oder märchenhafte Überraschungen warten auf euch. Einen fantastischen Ausblick auf die Stadt hat man übrigens auch vom  𝗕𝗲𝗿𝗴𝗴𝗮𝘀𝘁𝗵𝗮𝘂𝘀 "𝗭𝘂𝗿 𝗦𝗽𝗮𝗹𝘁𝗲", gleich neben der Höhle.

Alle Infos gibt's unter: www.goetzhoehle.com 

Die Bleßberghöhle

Foto: Thüringer Wald

Die Bleßberghöhle ist nur eine von vielen Höhlen zwischen Eisfeld und Sonneberg in der 𝗦𝗰𝗵𝗮𝗹𝗸𝗮𝘂𝗲𝗿 𝗠𝘂𝘀𝗰𝗵𝗲𝗹𝗸𝗮𝗹𝗸𝗽𝗹𝗮𝘁𝘁𝗲 aber mit Abstand wohl die spektakulärste. Entdeckt wurde sie bei den Bauarbeiten der ICE-Neubaustrecke Nürnberg – Erfurt am 30. März 2008 und wird seitdem vom Thüringer Höhlenverein e. V. erforscht. In jedem Fall handelt es sich um 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗱𝗲𝗿 𝘀𝗰𝗵𝗼̈𝗻𝘀𝘁𝗲𝗻 𝗛𝗼̈𝗵𝗹𝗲𝗻 𝗧𝗵𝘂̈𝗿𝗶𝗻𝗴𝗲𝗻𝘀, insbesondere aufgrund der mächtigen Stalaktiten, die teils über zwei Meter lang sind.

Bisher ist die Höhle für Besucher noch nicht zugänglich. Wer trotzdem mehr erfahren möchte, sollte sich die geführte Tour mit Ralf Kirchner am morgigen Sonntag nicht entgehen lassen. Beim "Tag des Geotops - Bleßberghöhle" erkundet ihr auf alten Wegen die sagenhafte Kulturlandschaft und trefft auf einige Zeugnisse der Entstehung unserer Welt. Mutige wagen dabei einen Blick in das Fuchsloch - einer Höhle unweit der verborgenen Bleßberghöhle.

Mehr Infos zur Höhle und tolle Bilder gibt's hier: www.thueringer-hoehlenverein.de/projekte/ 

📸 Ralf Kirchner

Der höchste, natürliche Wasserfall Thüringens

Foto: Thüringer Wald

19 Meter rauscht das Wasser der Spitter oberhalb vom Luftkurort Tambach-Dietharz über vier Kaskaden in die Tiefe. Damit ist der Spitterfall der höchste natürliche Wasserfall Thüringens. Am besten erkundet ihr das geologische Naturdenkmal bei einer Wanderung durch das Naturschutzgebiet Spittergrund.

Übrigens ist die Spitter das einzige Fließgewässer, das den Rennsteig quert bzw. im wahrsten Sinne des Wortes unterwandert.

Wandertipp: Rundwanderung - Ebertswiese - Bergsee www.tourenportal-thueringer-wald.de/s/9IPLx 

📷 Paul Hentschel Photography

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